Unser nächstes Ziel ist Noosa und eine der bekanntesten Küstenwanderungen Queenslands: der legendäre Coastal Track rund um den Noosa Hill.
Zum ersten Mal klingelt im Urlaub der Wecker. Warum? Weil genau das einer der Orte ist, warum wir entschieden haben, mit dem Mietwagen anstatt dem Camper rumzureisen. Anfang Februar haben wir Kerstin getroffen, um uns noch ein paar Tipps abzuholen. Sie erzählte uns unter anderem, dass die Parkplätze in Noosa recht überfüllt sind 😱
Daraufhin checkte Mark ein paar Campingplätze in der Nähe, um gegebenenfalls in den Nationalpark laufen zu können … alle ausgebucht. Kurzerhand stornierten wir den gebuchten Camper und schwenkten auf Mietwagen und feste Unterkünfte um 🙂🙃
Kurz vor 9 Uhr erreichen wir den Parkplatz am südlichen Eingang des Noosa Nationalparks nahe der Hastings Street und haben Glück 🍀 Wir schlüpfen in unsere Wanderschuhe und los geht’s.




Da noch ein paar Wolken den Himmel verdecken, beschließen wir, erst den Tanglewood Track zu laufen. Dieser verläuft mitten durch die Wälder des Noosa Nationalparks, südlich um den Noosa Hill herum. Den Wegesrand säumen saftig grüne Farne und Gräser sowie meterhohe Bäume, die von Lianen umschlungen sind - einmalig schön. Irgendwann blitzt die Sonne durch und taucht den Wald in ein ganz besonderes Licht. Das nenne ich Waldbaden Deluxe ☺️




Knappe 4 Kilometer sind es bis zur Alexandria Bay und Hell’s Gate, dem beeindruckendsten Aussichtspunkt des Coastal Tracks. Die 10 Meter hohen Klippen bestehen aus widerstandsfähigem Sandstein, der über Jahrtausende vom Meer geformt wurde. Wir blicken auf schroffe Felsen und so klares Wasser, dass wir sogar eine Meeresschildkröte schwimmen sehen 🐢




An der Küste angekommen, fasziniert uns am meisten die Vegetation. Bäume, die dem Wind trotzen, in dem sie einfach schräg mitten zwischen den Felsen wachsen. Dazu der Blick aufs Meer und auf die verschiedenen Buchten. Der Name Granite Bay kommt nicht von ungefähr. Die hohen, schwarzen Felsen sind ihr Markenzeichen 😲





Der Weg ist leicht zu laufen, lediglich beim Abstieg in die ein oder andere Bucht geben die Wanderschuhe mehr Trittsicherheit 🥾 Ganz wichtig, nehmt Wasser mit. Wenn die Sonne scheint, dann ist sie intensiv, selbst bei gerade mal 23 Grad.




Ein weiterer legendärer Aussichtspunkt ist der Dolphin Point. Wir erspähen keine Delfine, dafür taucht ein Wal auf, sehr gut zu erkennen an seiner Rückflosse und der Fontäne. Natürlich ist er weit weg, dennoch, was für ein Glücksmoment 🍀
Der Noosa Nationalpark gilt auch als einer der besten Orte in Queensland, um Koalas in freier Wildbahn zu beobachten 👀 Sie sollen in der Tea Tree Bay zu Hause sein. Scheinbar machen sie gerade einen Ausflug oder haben sich so gut in den Eukalyptusbäumen versteckt, dass wir sie nicht sehen können. Schade! Drückt uns die Daumen, dass wir auf Magnetic Island mehr Glück haben 🙏





Okay, Koalas haben wir nicht gesehen. Dafür die erste Spinne und ein Schlange, wobei wir uns immer noch nicht sicher sind, ob die nicht von dem Herrn, der uns auf sie aufmerksam machte, drapiert wurde 🤔 Egal, sie ist auf jeden Fall ganz schön groß und giftig - zumindest, wenn sie jemanden ins Gesicht springt. Und zu guter Letzt kreuzt mal wieder ein Buschhuhn unseren Weg.





Gute 4 Stunden sind wir unterwegs, bevor wir zurück nach Noosa Heads kehren, wo Betty’s Burgers auf unserer Wunschliste steht. Der Laden gilt als Kult. Kein Wunder, dass die Schlange etwas länger ist. Aber zurecht! Der Burger 🍔 ist frisch und saftig, die Pommes knusprig. Da wir uns einen teilen beziehungsweise ich nur mal koste, bleibt noch Platz für ein Eis 🍨 Für mich gibt es einen Espresso, vielleicht räumt der meinen Magen ein wenig auf.



Am frühen Nachmittag erreichen wir unsere neue Unterkunft: das Habitat Noosa. Warum Mark das ausgesucht hat? Ganz klar, wegen der Kängurus, die uns gleich begrüßen 🦘Sie grasen ganz chillig zwischen den glamourösen Zelten. Sie lassen sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen. Was für ein schöner Anblick 😊






Das Resort liegt direkt am Lake Cootharaba, dem größten natürlichen Süßwassersee der Sunshine Coast. Es ist als Eco-Camp konzipiert. Das heißt, es gibt weder WLAN noch Klimaanlagen, dafür Eukalyptuswälder, Mangroven und eben eine Herde Eastern Grey Kangaroos, die gerade Junge bekommen hat. Fast jedes Weibchen trägt ein Kleines im Bauch - so süß 🥰






Wir packen aus, unter anderem auch die Flasche Gin, die wir mitgebracht haben, und beschließen mit einem Gin Mule auf diesen wunderschönen Tag anzustoßen. Anschließend beobachten wir, wie sich der Tag am Lake Cootharaba dem Ende zu neigt und erfreuen uns an der Ruhe, die der See ausstrahlt.




Diese Landschaft, dieses kleinen charmanten Orte - all das würde uns auch auf Dauer sehr gefallen. Nur leider wollen uns die Australier nicht, was sehr, sehr schade ist 😓
Jetzt noch Abendessen und Duschen und dann ab ins Bett. Auch morgen klingelt der Wecker, denn das nächste Abenteuer wartet: eine Bootstour durch die Noosa Everglades.