Peregian Beach, ein endloser Sandstrand und Sonne satt erwarten uns.
Wir sind wieder in Down Under und wir lieben es. Diesmal hat es uns an die Ostküste Australiens verschlagen. Ursprünglich wollten wir im Januar mit dem Camper von Adelaide nach Perth, doch es kam anders 🫣
Durch den früheren Beginn unserer Auszeit, ausgelöst durch die Insolvenz von Tupperware, haben wir unsere Route ändern müssen. Anstelle der trockenen Hitze Westaustraliens begrüßt uns nun subtropisches Klima und die Sunshine Coast ☀️
Die Nacht war etwas durchwachsen. Gefühlt haben wir erst in den frühen Morgenstunden in den Tiefschlaf gefunden. Ich hatte eigentlich die Hoffnung, dass wir schneller in den Rhythmus finden - Pustekuchen 😳 Wie gut, dass wir geübt im Packen sind.
Kurz vor 10 Uhr verlassen wir das Appartement. Weiter geht’s Richtung Norden entlang der Sunshine Coast. Wir machen einen kurzen Abstecher zum Point Cartwright Reserve, einem etwa 5 Hektar großen Naturschutzgebiet am östlichen Ende von Buddina, keine 10 Minuten mit dem Auto von Mooloolaba entfernt 😎
Nicht nur der Ausblick auf den Kawana Beach ist faszinierend, auch die Flora und Fauna ist beeindruckend. Pandanuspalmen, Küstenkasuarinen und salztoleranten Bodendecker trotzen hier Wind und Wetter. Ab und an kreuzt ein Buschhuhn unseren Weg 🙃🙂






Wir werfen einen Blick über den Mooloolah River rüber nach Mooloolaba, in der anderen Richtung ist der Mount Coolum zu sehen. Der kleine, unbewachte Strand am Fuße der Klippen ist bei Surfern aufgrund des konstanten Breaks sehr beliebt.




Wir umrunden noch den gut 32 Meter hohen Leuchtturm, der 1979 als Ersatz für ältere Modelle erbaut wurde. Das daneben stehende Wasserreservoir gleicht einem Kunstwerk. So aufwändig, wie es gestaltet ist, kann es sich wirklich sehen lassen 😲


Alles in allem verbringen wir doch fast eine ganze Stunde dort, bevor wir in Richtung Peregian Beach aufbrechen. Vor uns liegen nur rund 30 Kilometer, so dass wir unser erstes Ziel, den Emu Mountain, auch als Mount Peregian bekannt, schnell erreichen. Das ist auch gut so, denn der kleine Hunger meldet sich. Es gibt den leckeren Käse von Maleny und Kenilworth Dairies dazu Brot, Avocado, Tomaten 👍
Mit seinen 71 Metern ist der Emu Mountain kein Riese, dennoch lohnt sich der Blick von oben auf die Küste, das ein oder andere kleine Örtchen sowie die Weite des Noosa Nationalparks, der seit 2007 offiziell zum UNESCO Weltnaturerbe gehört. Die kurze, rund zwei Kilometer lange Wanderung führt durch offenes Buschland, vorbei an Akazien und Banksien. Die Silberbaumgewächse gehören zu den typischen Pflanzen Australiens. Von den 80 Arten wächst nur eine auf anderen Kontinenten 😊





In Peregian Beach leben etwa 4.000 Menschen. Der Ort empfängt uns mit einer auffallenden Gelassenheit. Es gibt keine Hochhäuser und keine großen Hotels, sondern nur einen entspannten Dorfplatz, umrahmt von Cafés, Galerien und alten Bäumen. Wir checken die Lage bezüglich Eis und Abendessen und beziehen erstmal unsere Unterkunft 👌


Normalerweise passt Eis ja immer. Doch in Australien lohnt es sich nicht, nur eine Kugel zu bestellen, da diese fast genauso teuer ist wie 2 oder 3 Kugeln. Das heißt, es gilt abzuwägen: Eis oder Abendessen … 🤭
Wir vertagen das Problem auf später und erkunden erst einmal den Strand. Mark hüpft natürlich gleich ins Wasser, während ich meine Füße im Sand vergrabe und den Blick übers Meer schweifen lasse. Ich würde sagen, so langsam kommen wir an 🥰


Der Strand erscheint endlos. 18 Kilometer umfasst der Küstenabschnitt des Noosa Nationalparks, der am Coolum Beach beginnt und am Sunshine Beach endet. Wir sind quasi mittendrin und spazieren durchs seichte Wasser bis die Sonne untergeht.




Das ist der einzige Nachteil: Die Tage sind sehr viel kürzer, bereits gegen 17 Uhr versinkt die Sonne - nicht im Meer, sondern hinter den Dünen.




Wir entscheiden uns für Abendessen statt Eis. Bei Captain’s Daughter gibt es Fish & Chips. Klingt vielleicht banal, ist es aber bei nicht. Wir haben die Wahl zwischen Red Snapper, Baramundi oder Kabeljau ausgebacken in Noosa Head Bierteig oder Tempura sowie gegrillt oder paniert. Die Fischfilets sind super saftig, die Süßkartoffelpommes kross und das Ginger Beer sowie der Apple Cider erfrischend 😋

Das ist es, was wir an Australien lieben: dieses entspannte Leben. Bestimmt gibt es auch Probleme, aber die werden nicht gewälzt, sondern angegangen und aus der Welt geschafft. Das bestätigt uns auch Gina, unsere Gastgeberin. Sie ist 1984 ausgewandert und würde ungern wieder nach Deutschland zurückkehren trotz Familie und Freunden. Sie empfindet das Leben in Australien sehr viel einfacher, vor allem das Miteinander ☺️