An der Schwelle zu Northland gibt es einen der schönsten Küstenpfade der Nordinsel und Felsen, die aussehen wie Pfannkuchen.

Ausgeschlafen wachen wir in Mangawhai Heads auf und starten ohne Eile in den Tag. Wir parken unser Auto am Mangawhai River, der nur wenige Meter weiter ins offene Meer fließt, laufen über die Dünen und atmen die frische, salzige Luft ein. 

Ihr denkt vielleicht, Strand und Meer, das hatten sie doch jetzt schon zur Genüge. Ja, theoretisch habt Ihr Recht, doch die Küste in Mangawhai ist anders. Auf uns warten lange Strände, steile Klippen, dazwischen Buschland und Farmland. Mehr Abwechslung geht nicht 😊

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Mangawhai liegt rund 90 Kilometer nördlich von Auckland, an der Schwelle zu Northland oder das was viele Kiwis einfach „The North“ nennen. Auf dem nördlichsten Zipfel Neuseelands ticken die Uhren anders. Die Gegend strahlt eine enorme Ruhe aus, so dass auch wir das Gefühl haben, dass die Zeit langsamer vergeht.

Der Mangawhai Cliffs Walkway ist knapp 9 Kilometer lang und gilt als einer der schönsten Küstenpfade der Nordinsel. Die erste halbe Stunde spazieren wir ganz entspannt am Strand entlang, wo sich die Wolken im seichten Wasser spiegeln. So ein schöner Tag ☀️ 

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Das Wasser zieht sich gerade zurück, das heißt, die Chancen stehen gut, dass wir oben am Rand der Klippen hin und unten am Strand zurück laufen können. Das wäre großartig, ich liebe Rundwege 👏 

Nach gut einer halben Stunde steigt der Weg steil an und führt über privates Farmland der Bream Tail Development, ehemals Birnie Capital, die den Pfad in den 2000er Jahren mit erheblichen Investitionen angelegt und dem Department of Conservation übergeben hat. 

Genau in der Senke stehen ein paar sehr schöne Häuser mit direkten Zugang zum Strand. Haben wir schon mal erwähnt, das uns ein Haus in Neuseeland inmitten dieser unbeschreiblichen Landschaft auch gefallen könnte? 🤣

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Wir folgen dem vorgegeben Track, der in der Regel von September bis Ende Oktober geschlossen ist, um Kühe und Schafe zu wenig wie möglich bei der Geburt ihrer Lämmer 🐑 und Kälber 🐄 zu stören.

Nach jeder Kurve öffnet sich der Blick und wir hören tief unten das Meer rauschen, das sich gegen die 180 Meter hohen Klippen wirft. Am Horizont entdecken wir die grünen Hügel der Hen & Chicken Islands ⛰️

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Es ist beachtlich, wie sich Nikaupalmen, Pohutukawa- und Taraire-Bäume im Wind wiegen. Viele stehen schräg, fast waagerecht über dem Abgrund. Dass sie nicht kippen, liegt an ihrem weit verzweigten Wurzelwerk, mit dem sie sich im felsigen Untergrund verankern und jede Spalte im Gestein nutzen, um Halt zu finden 🪾

Besonders der Pohutukawa, oft aufgrund seiner roten Blüten New Zealand Christmas Tree genannt, ist ein Überlebenskünstler an der Küste. Seine Wurzeln trotzen Salz, Wind, Trockenheit und Erosion, während seine ausladende Krone als Windschutz für die Vegetation darunter dient 🌳

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Zusammen mit Farnen, Flachsröhricht und niedrigen Sträuchern bildet er ein stabiles System, das selbst an den steilen Hängen der Northland Küste Bestand hat.

Es ist so wunderschön hier. Kein Wunder, dass die lokalen Māori, insbesondere der iwi Te Uri O Hau, dieses Land und ihre kulturelle Verbindung dazu nicht aufgeben wollen.

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Oben pfeift der Wind, unten brandet das Meer. Der Mangawhai Cliffs Walkway verläuft ein wenig „Nepali flat“, mal auf und ab, bis er schließlich wieder Richtung Strand führt 🙃🙂

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Wie erwartet, können wir unten am Wasser entlang wandern. Doch nicht etwa über feinen Sand. Es geht über glattgeschliffene Felsen, Steine und Kies. Schnell wird uns klar, warum das wirklich nur bei Ebbe machbar ist. An einigen Stellen ist es extrem rutschig, weil sich das Wasser erst vor kurzem zurückgezogen hat. Wie gut, dass wir Wanderschuhe tragen 🥾

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Schon in Australien wollte ich Euch erzählen, wie sehr ich meine Wanderschuhe liebe. Bei meinem alten löste sich nach 15 Jahren die Sohle, so dass ich kurzerhand noch neue brauchte. Und wer schon mal Wanderschuhe gekauft hat, weiß, wie schwer das ist, insbesondere für etwas breitere Füße wie meine 🫣

Die Meindl, die ich bisher hatte, sind preislich explodiert. Sie kosten fast das Doppelte, weswegen ich LOWA nochmals eine Chance gebe. Und siehe da, das weiter geschnittene Modell passt wie angegossen und leistet mir seitdem gute Dienste 👌

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Zurück am Auto ist der Hunger groß. Wie so oft haben wir noch nicht gefrühstückt und es ist schon 14 Uhr. Egal, die 20 Minuten bis zum Waipu Cove Beach halten wir jetzt auch noch durch.

Direkt gegenüber vom Meer liegt das Cove Café, was zum Glück Frühstück bis 15 Uhr anbietet. Wir bestellen Smashed Potatos mit pochierten Eiern und einen Wagyu Beef Burger - genau das Richtige nach unserem Walk. Und zum krönenden Abschluss gibt es noch ein Dessert. Das „This is Vegan“ ist der Hammer 🥰

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Es gibt so viele Cafés, die oft besser bewertet sind als viele Restaurants und die Auswahl zwischen Herzhaft und Süß ist großartig. Das passt super in unser Konzept. Mark hat wieder so tolle Unterkünfte rausgesucht, dass es durchaus Sinn macht, dort die Abende zu verbringen und selbst zu kochen.

Bevor Mark ins Wasser hüpft, machen wir noch einen kurzer Abstecher zu den Pancake Rocks von Mangawhai. Die Kalksteinformationen sind aus Millionen Jahre alten Ablagerungen und Erosion entstanden. Die verwitterten Schichten sind so gleichmäßig, dass sie wirken wie gestapelte Pfannkuchen 🥞

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Anders als bei ihren berühmten Namensvetter in Punakaiki auf der Südinsel gibt es hier keine Blowholes oder Gischtfontänen. Dafür den 2,5 Kilometer langen Waipu Coastal Walkway, der direkt auf den Klippen mit Blick aufs Meer verläuft - was für ein Naturschauspiel ☺️

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Zur Abkühlung hüpft Mark wieder ins Wasser. Der 3 Kilometer lange Strand ist aufgrund der Brandung ein Paradies für Surfer. Mark würde am liebsten Boogie Boarden. Ich genieße derweil einfach den Wind, der mir um die Nase weht 😃

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Auf dem Weg hätte noch die Waipū Cave gelegen, wo es ganz viele Glühwürmchen gibt. Doch wir sind etwas erschlagen von diesem herrlichen Tag. Vielleicht schaffen wir sie auf dem Rückweg.

Wir fahren direkt in die Whareora Lodge, ein altes Farmhaus mit 3 Zimmern. Eines davon ist unseres mit eigenem Bad. Ich lege schon mal die Füße hoch. Mark erklimmt noch den Hügel hinterm Haus und ist fasziniert von der Aussicht 🙃

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Wir stoßen mit einem Gin Tonic auf den sehr gelungenen Start unserer Rundreise an. Drücken wir die Daumen, dass das Wetter weiter so mitspielt, denn damit steht und fällt einiges, manchmal auch die gute Laune, wie wir auf Bora Bora gesehen haben 🫣 

Zum Abendessen gibt es die Reste vom Sauerteigbrot. Das haben wir natürlich mitgenommen. Dann noch ein bisschen Blog und Fotos sortieren und ab ins Bett 😴