Auf Bora Bora ist das Schwimmen mit Walen möglich und die Insel lässt sich super mit dem Fahrrad umrunden.

Ein Highlight auf Bora Bora ist für Viele das Schwimmen mit Walen. Zwischen Juli und November halten sich zahlreiche Buckelwale in der Gegend auf, um sich in warmen Gewässern zu paaren, ihren Nachwuchs zu gebären und aufzuziehen 🐋

Einige Touranbieter haben eine spezielle Lizenz, die das Schwimmen mit den Walen ermöglichen - natürlich mit Sicherheitsabstand. Da ich nicht ganz so seefest bin und die Touren meistens mit viel Wind und damit mit Wellen außerhalb der Lagune verbunden sind, haben wir nur für Julia gebucht. 

Der Wetterbericht sieht nicht gut aus, so gar nicht gut 👎 Starker Wind mit Böen von bis 40 Kilometern pro Stunde, viel Regen und Gewitter sind angekündigt. Trotzdem stirbt die Hoffnung zuletzt und gerade in der Südsee sind die Vorhersagen oft nicht verlässlich. Als der Wecker um 6:45 Uhr klingelt, sieht es dann doch besser aus. Es scheint sogar trocken zu sein. Ob das so bleibt, schauen wir mal. 

Julia fährt mit dem Fahrrad wieder zum Bootsanleger vom Royal Bora Bora. Ich gehe den Morgen ruhig an, sortiere Fotos aus und erstelle die Auswahl für die nächsten Blogartikel. Zwischenzeitlich kommt sogar die Sonne raus. Doch plötzlich wird es stürmischer und kurze Zeit später fängt es ordentlich an zu regnen 🌧️ Ich mache mir etwas Sorgen um meine Frau … 

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Kurz nach halb 11 ruft Julia an, ganz aufgelöst. Sie ist schon wieder im Hotel und hat nicht mal ansatzweise einen Wal gesehen. Die Rückfahrt war wohl heftig. Es gab sogar innerhalb der Lagune starken Wellengang und ganz viel Regen 😵‍💫

Eigentlich wollten wir ja direkt was essen gehen, aber jetzt kommt sie erstmal zurück, um sich zu trocknen und sich von mir in den Arm nehmen zu lassen. 

Es tut mir so leid. Schließlich habe ich sie dazu überredet. Zurück im Trockenen erzählt sie erstmal. Sie war die erste, die abgeholt wurde und dann haben sie fast eine Stunde gebraucht, um noch die anderen Teilnehmer einzusammeln. Ja, die Unterkünfte auf Bora Bora sind sehr weit verteilt entlang der Hauptinseln und den Motus 😔

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Das Gemeine, zu der Zeit war das Wetter noch gut. Erst als sie die Lagune verlassen hatten und nach den Walen Ausschau hielten, kam die Regenfront immer näher, so dass sie schließlich abbrechen mussten. 

Der Skipper hatte sie morgens zumindest vorgewarnt, dass es gut oder schlecht werden könnte. Doch wie willst Du das entscheiden? 🤔 

Die Crew hat Ihr Bestes gegeben, wie jeden Tag. Allein gestern haben sie wohl 4 Wale, darunter eine Mutter mit Kalb, über eine halbe Stunde beobachten können - einfach nur ärgerlich beziehungsweise zur falschen Zeit am falschen Ort 😠

Zumindest kommt von Bora Ocean Club, dem Veranstalter, schnell die Nachricht, dass sie das Geld erstatten. Doch was nützt das? Weder eine Wiederholung der Tour am Nachmittag oder  am nächsten Tag ist möglich, alles ausgebucht 😓

Auch im Internet finde ich keinen Anbieter mehr, der kurzfristig einen Platz frei hat, echt schade ☹️

Trocken und aufgewärmt radeln wir zum Roulotte Matira: ein kleiner Stand an der Straße, 3 Tische mit Plastikstühlen, 4 Gerichte zur Auswahl, auf Google sehr gut bewertet.

Wir bestellen Poisson Cru, den berühmten rohen Fisch 🐟 in Kokosmilch, sowie ein Sandwich mit Hühnchen 🍗 Dazu gibt es noch einen frischen Saft aus Banane und Ananas 🍍 Alles sehr lecker und das Preis-Leistungsverhältnis absolut stimmig.

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Zurück in der Unterkunft kümmert sich Julia um eine Bewerbung. Ein potenzieller Arbeitgeber möchte Fragen beantwortet haben, deren Beantwortung eine halbe Diplomarbeit umfasst 📄

Ich schreibe derweil die Unterkunft auf Aitutaki auf den Cookinseln an, um dort eine Lagunentour klar zu machen. Matthias, der Gastgeber, ist ganz relaxt und meint, er fährt eh nur bei gutem Wetter raus.

Da wir 3 volle Tage da sind, sollte das was werden. Und da er für Schildkröten und Rochen sowie außerhalb der Lagune unterwegs ist, sehen wir auch Wale, wenn sie in der Nähe sind. Bitte drückt uns die Daumen 🤞

Das Wetter wird immer freundlicher. Gegen 16 Uhr fahren wir schließlich mit dem Rad zum Matira Beach. Der bekannteste Strand der Insel liegt im Süden von Bora Bora und ist 2 Kilometer lang. Es ist der einzige durchgehend öffentliche Strand der Insel und bei Einheimischen sowie Touristen gleichermaßen beliebt 🏖️

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Viele kleine Unterkünfte säumen den Strand. Davor und dazwischen stehen ganz viele Palmen. Ein guter Ort, um nach einem Spaziergang die Füße im Sand zu vergraben und sich die Zeit zu nehmen, abzuschalten und die misslungene Waltour abzuhaken 🌴

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Den Sonnenuntergang genießen wir wieder im Bora Bora Beach Club bei einem Cocktail. Er fängt fast unscheinbar an, so wie viele Sonnenuntergänge. Doch während der Frozen Mango Daiquiri und der Mai Tai, der Klassiker in Französisch-Polynesien serviert werden, explodiert der Himmel. Es bleibt kaum Zeit für ein Foto der Cocktails 🍹

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Die vielen kleinen Wölkchen, die eben noch ganz grau waren, werden auf einmal von unten angestrahlt. Erst zaghaft gelb, dann geht es in ein leuchtendes orange über und entdet in einem satten dunkelrot. Und das nicht irgendwo in der Ferne, sondern direkt vor uns. Statt dem sonst üblichen Teleobjektiv ist gerade Weitwinkel angesagt 📷

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Wir sind absolut sprachlos. Immer mehr Menschen kommen an den Strand, um diesen sagenhaften Sonnenuntergang zu erleben. Julia lacht schon wieder, auch weil sie sich freut, dass ich wieder ganz viele Fotos aussortieren kann 😆

Aber in diesem Fall mache ich das gerne. Noch mehr aber freuen wir uns, diesen Moment miteinander und auch mit Euch teilen zu können. Irgendwann lässt die Intensität der Farben nach … endlich Zeit für die Drinks 🤣

Wir bleiben im Beach Club und bestellen Abendessen. Die Linguine Carbonara mit geräuchertem Thunfisch statt Speck sowie der Salade Gourmande mit geräucherter Entenbrust und Entenleberpastete sind vorzüglich 👌

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Zurück im Fare Luna gibt es wieder einen Rhum Arrangé Vanille und die Hoffnung, dass der Wetterbericht stimmt und wir bei unserer Fahrradtour den ganzen Tag die Sonne genießen können 🙏 

Dafür klingelt der Wecker um 8:15 Uhr. Wir wollen nicht zu spät starten, denn am Manta Point soll die Chance laut Louana, unserer House Managerin, zwischen 10 und 12 Uhr am besten sein, die riesigen Mantas zu sehen. 

Wir schnappen uns die Schnorchelausrüstung, die extra bereit liegt, nehmen etwas Proviant mit und radeln los. Eine Runde um die Insel sind etwa 32 Kilometer. Die Fahrräder sind nicht die besten, aber dafür sollte es reichen 🚲 

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Unterwegs stoppen wir immer wieder für ein paar Fotos - mal mit Blick auf den Otemanu, mal mit ein paar Palmen am Meer 🙃🙂

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Die Ringstraße ist flach und der Verkehr sehr überschaubar. Ein Auto zu mieten lohnt nicht wirklich. Zum einen ist es recht teuer, zum anderen wäre es nur sehr kurze Strecken und das Parken ist gar nicht so einfach 🙄

Die Einheimischen sind oft mit E-Bikes unterwegs, die fast einem Moped gleichen, denn wirklich treten tun sie nicht. Wie auf den anderen Inseln gibt es auch hier die ein oder andere Kirche, Kunst am Straßenrand und ab und zu ein Lädchen. Aus fast jeden Haus ist Musik zu hören 👂

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Am Ende der Vairou Bay steigen wir ab und schieben. Der kleine Hügel ist einfach nix für Fahrräder ohne Gangschaltung. Oben angekommen, werden wir mit einem tollen Ausblick auf den Otemanu und die Bucht belohnt.

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Auch runter fahren wir sehr vorsichtig. Die Räder haben keine Handbremse, nur einen Rücktritt. Und der würde uns bei hohem Tempo kurz vor der einzigen Haarnadelkurve der Insel nicht davor bewahren, über den Lenker zu schießen 😬

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Die Zeit vergeht wieder schneller als gedacht und wir fahren das letzte Stück ohne Stopp bis zum Manta Point durch. Das Wasser ist recht unruhig und ich gehe erstmal allein ins Wasser, um nach den Mantarochen zu suchen.

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Die Sicht ist schlecht. Nach 20 Minuten gebe ich auf. So ist die Natur, manchmal einfach unvorhersehbar. Um die kleine Enttäuschung ganz schnell zu vergessen, erfreuen wir uns weiter an den Palmen und dem guten Wetter 😎

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Weiter geht's auf unserer Rundtour: Das nächstes Ziel ist Vaitape, der Hauptort der Insel. Unterwegs stoppen wir an einem kleinen Straßenstand mit selbst gebackenen Kuchen. Die Tarte aux Chocolate und der Schokokuchen tun echt gut. Leider ist unser Brot geschimmelt, was wir eigentlich am Manta Point essen wollten 🤪

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Vaitape ist unscheinbar, ein paar Geschäfte, eine Handvoll Restaurants, hier eine Bank, dort eine Kirche - wirklich nichts Aufregendes. Zumindest entdecken wir eine Boulangerie. Das heißt, unser geräuchertes Hühnchen ist gerettet. Zusammen mit einem Croissant und einer kleinen Lachstarte stärken wir uns für die letzten Kilometer 🥐

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Bis zur Unterkunft sind es noch 10 oder 5 Kilometer. Je nachdem, ob wir die Abkürzung über den Aussichtspunkt Amanahune nehmen. Die Abkürzung klingt schon verlockend, auch wenn uns maps.me mit 80 Höhenmetern auf 500 Metern Weg einen ordentlichen Anstieg prophezeit 😳

Das Fahrrad den Anstieg hoch zu schieben, ist echt ätzend. Julia flucht und bereut es sich darauf eingelassen zu haben. Nichts von wegen, wer sein Rad liebt, schiebt 😅

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Aber der kleine Widder in ihr will natürlich auch nicht umkehren. Sie kämpft sich hoch - und ich mich mit. Der Weg wird immer schlechter, aber irgendwann ist es geschafft.

Und wie so oft hat sich die Anstrengung gelohnt: Der Ausblick ist auf beide Seiten der Insel toll. Wirklich schade, wenn wir den verpasst hätten. In der Ferne sehen wir sogar die Nachbarinseln Tahaa und Raitea 🥰 

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Wer jetzt denkt, jetzt stellt Euch nicht so an, es geht ja gleich bergab irrt. Die Strecke gleicht einem Trail für Mountainbiker. Wir haben nicht mal eine Bremse am Lenker … Lediglich die Aussicht darauf, dass wir gleich zu Hause sind, hilft 😉

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Gerade angekommen, fängt es auch schon wieder an zu regnen. Julia zieht sich zurück und macht ein verdientes Nickerchen 😴 Ich arbeite am Blog.

Irgendwann wird klar, dass der Regen eher mehr wird. Hmm … eigentlich hatten wir im Lucky House einen Tisch reserviert 🤨 Doch auf Fahrrad bei Regen haben wir keine Lust. Lieferdienste gibt es nicht und die ohnehin teuren Taxis verdoppeln ab 19 Uhr ihre Preise 😱

Da es auch nichts in Laufnähe gibt, beschließen wir, aufs Dinner zu verzichten. Nicht ganz … Da wären noch Kekse aus Brunei, Mochis aus Japan, noch mehr Cantuccini, das restliche Eis und ein paar Oliven. 

Endlich wird unser Handgepäck mal leichter 😂 Tatsächlich hat Air Tahiti beim Hinflug  unser Handgepäck gewogen. Wir lagen natürlich inklusive Kamera über den 5 Kilogramm pro Person. Glücklicherweise hatten wir noch Luft beim Hauptgepäck, so dass wir einen der Tagesrucksäcke abgeben konnten. 

Das war Bora Bora und ja, wir hätten uns ein wenig besseres Wetter gewünscht. Dennoch war es wunderschön. Vielleicht haben wir auf dem Flug nach Tahiti noch einmal Glück und die Perle der Südsee verabschiedet sich mit guter Sicht zum Abschied ⛰️