Die Meeresschildkröte, ein faszinierendes Tier, das älter werden kann als wir Menschen. 

Oh, oh, sind das etwa Halsschmerzen? Das muss ja nun wirklich nicht sein. Wie gut, dass wir Dobendan Direkt dabei haben. Hoffen wir mal, dass das nur eine kleine Reaktion meines Körpers auf die verkappte Waltour ist. Es war schon ganz schön kalt zum Schluss 🥶

Mark macht mir einen Tee und erinnert mich gefühlt alle 5 Minuten daran, wie wichtig es ist, viel zu trinken. Ja, er hat ja recht. Das kommt bei mir immer etwas kurz, wenn ich nicht schwitze 🫣

Zum Glück ist die Nase frei, so dass der Schnorcheltour mit Go Local zu den Schildkröten nichts im Wege steht. Die genaue Startzeit wurde uns 2 Tage zuvor mitgeteilt, da Ebbe und Flut den Rhythmus der Tiere beeinflussen.

Die Tour startet um 11 Uhr 🕚 Eine gute Zeit, um noch zwei kleine Pies beim Paradise Backshop zu holen und diese zusammen mit einem Cappuccino und einem Tropical Smoothie bei der Juicy Bar zu genießen. 

Zudem haben wir so den Bus im Blick, der stündlich die Ringstraße entlang fährt. Ara Tapu heißt sie offiziell, verläuft einmal rund um die Insel. Der eine Bus fährt im Uhrzeigersinn, der andere entgegen. 

Wie hat es Lawrence so schön erklärt? Von Muri bis zum Busterminal sind es in Richtung Norden, als gegen den Uhrzeiger, 5 Meilen, weswegen der Bus immer 5 nach fährt 🚌 

Die Strecke in Richtung Süden, wo auch Go Local ansässig ist, beträgt rund 15 Meilen, der Bus „Clockwise“ sollte als immer 15 nach kommen. Letztendlich sind das alles nur Richtwerte, er kommt, wenn er kommt.

Wer auf Nummer sichergehen will, kann ihn mit der App TransportMe tracken. Wirkliche Bushaltestellen mit Wartehäuschen und Fahrplan gibt es nicht. Ihr könnt Euch grob an den Unterkünften orientieren. Aussteigen ist flexibel möglich, dafür einfach dem Fahrer Bescheid geben 💬 

Unser Bus hat gute 10 Minuten Verspätung, was noch sehr human ist, in die andere Richtung sind es schon fast 30 Minuten. Theoretisch ist es sogar egal, wie rum Ihr fahrt …  

Wir sind dennoch pünktlich bei Go Local. Erste Anlaufstelle ist das Büro, um die Formalitäten zu erklären. Ein kurzer Schreckmoment, denn eigentlich dachten wir, die Tour ist komplett bezahlt beziehungsweise die Restzahlung wird automatisch eingezogen. Leider nein, leider gar nicht und da stehen wir nun ohne Kreditkarte, ohne Bargeld 💰

Wie gut, dass wir zumindest die Handys dabei haben, Paypal geht immer. Schnell ins WLAN eingewählt und die Zahlung bestätigt 👍 

Wir verstauen unsere Sachen, bekommen Maske und Flossen und dann erklärt uns Jonny, was uns erwartet. Wir laufen am Strand entlang zur Avaavaroa Passage, die das Korallenriff mit dem inneren Lagunensystem der Insel verbindet 🪸

Wer denkt, das Geld für die Tour spare ich mir. Ich fahre einfach zum Strand und suche allein nach Schildkröten, begibt sich in Lebensgefahr. Die Passage zeichnet sich durch starke Strömungen mit Wellen aus südlicher Richtung aus, weswegen das Schnorcheln nur mit Guides erlaubt und das Schwimmen an dem Strandabschnitt sogar verboten ist. Es kam wohl schon zu einigen tödlichen Unfällen in der Vergangenheit 😱 

Die Avaavaroa Passage ist ein bedeutender Lebensraum für Meeresschildkröten, aber auch für Adlerrochen und tropische Fische. Jonny betont, dass es wichtig ist, sich rechts zu halten und immer entlang der steilen Canyons unter Wasser zu schnorcheln 🤿  

Auch warnt er uns noch vor Feuerkorallen und bittet uns, die Schildkröten nicht anzufassen. Und dann geht’s los. Wir machen uns auf die Suche nach Grünen Meeresschildkröten und Echten Karettschildkröten. Aber wo liegt der Unterschied?

Die Grünen Meeresschildkröten sind Vegetarier, die Algen, Seegraswiesen und flache Küstenbereichen lieben. Die echten Karettschildkröten sind hingegen kleiner mit einem kunstvoll gemusterten Panzer. Sie gehören zu den Räubern, die Schwämme, Weichtiere und Korallenpolypen fressen und bevorzugen tiefere Riffe 🐢 

Zuerst kreuzt ein riesiger Kugelfisch unseren Weg. Er ist lustig gepunktet. Irgendwie dachte ich immer, die sind viel kleiner 🐡 Dem folgt eine Scharr Adlerrochen, die viel klarer zu sehen sind als bisher. Endlich erkennen wir die charakteristischen Punkte auf dem Rücken 🙃🙂

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Wir kreuzen die Passage und dann taucht sie plötzlich wie aus dem Nichts auf, die erste Grüne Schildkröte. Es ist fast unmöglich, sie nicht zu berühren, so nah kommt sie uns 😊

Wir entdecken eine weitere, die gerade ein Nickerchen zwischen den Korallen hält. Tatsächlich können Grüne Meeresschildkröten bis zu 5 Stunden die Luft anhalten und unter Wasser bleiben.

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Wir sehen noch einige Schildkröten, die durch die Avaavaroa Passage schwimmen. Es sind alles Grüne Meeresschildkröten, die das ganze Jahr über in den Meeresgebieten rund um Rarotonga leben.

Zum Nisten suchen sie in der warmen Jahreszeit, also typischerweise von November bis Januar, geeignete Strände, wobei sie bis zu den umliegenden Inseln schwimmen 😇

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Die Jungtiere schlüpfen etwa 2 Monate nach der Eiablage aus ihren Nestern und kehren demnach zwischen Januar und März ins Meer zurück. Da es auf den Inseln wenig Feinde wie Warane oder ähnliches gibt, stehen die Chancen gut, dass ein Großteil überlebt. 

Die Strömung ist echt herausfordernd 😰 Dabei sind wir gar nicht soweit rausgeschwommen. Dennoch bringt uns das Boot zurück zum Strand zurück, wo wir bei frischem Obst die Tour ausklingen lassen.

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Wie immer wird uns noch gezeigt, wie eine Kokosnuss geöffnet und geraspelt wird. Diesmal gibt es die Kokosmilch nicht zu trinken, sondern wir tragen sie auf die Haut auf. Super erfrischend, bei Sonnenbrand 🥵 

Wusstet Ihr, dass die Kokosnuss neben dem Kokoswasser und dem Fruchtfleisch auch eine Art „Marshmallow“ bildet? Wenn die Kokosnuss länger auf feuchtem Sand liegt, beginnt sie zu keimen und das Kokoswasser verwandelt sich in eine weiße bis cremefarbene, luftige, schwammartige, Kugel.

Dieser Keimling, auch Sproutball oder botanisch Coconut Apple genannt, sieht aus wie ein flauschiger Marshmallow und ist essbar. Wir probieren ihn und er schmeckt leicht süßlich und etwas nussig. Was für eine seltene Delikatesse, die wir so noch nicht kannten 👌

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Mark und ich drehen noch eine Runde am Strand entlang. Denn mal ehrlich, ein paar Palmen fehlen noch, oder 🤣 Außerdem fährt der Bus erst in einer Dreiviertelstunde.

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Den restlichen Nachmittag verbringen wir am Pool, wo sonst? Wobei, so ganz stimmt das gar nicht. Ich mache erstmal ein Nickerchen 😴 Irgendwas scheint mein Körper zu bekämpfen oder ich habe zu viel Sonne abbekommen.

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Mark dreht derweil noch eine Runde am Strand entlang. Es ist einfach zu schön, um die Palmen und das Meer links liegen zu lassen. Denn mit jeder Tageszeit ändert sich das Licht. Zudem liegt sein Augenmerk diesmal auf den Krabben, die ängstlich fast panisch durch den Sand huschen.

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Abends zieht es uns nochmal ins Tiare's, ehemals LBV Bakery & Café. Als wir mit dem Bus zurückgekommen sind, stand ein Schild draußen, dass sie von 17 bis 20 Uhr geöffnet haben.

Wir folgen unserem Instinkt. Was morgens gut ist, kann abends nicht schlecht sein und genauso ist es. Wir bestellen Fisch Tacos 🌮 sowie eine Pizza Sashimi und eine Pizza mit karamellisiertem Knoblauch. Beide sehr lecker.

Dazu gibt es ein Ginger Beer, das eigens auf der Insel gebraut wird. Wir lauschen der Musik der Liveband und weil es so schön ist, hole ich uns jedem noch ein Glas Weißwein 🥂 

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Was für ein wunderschöner, entspannter Abend. Auch wenn es sich irgendwie schräg anhört, doch das Gefühl, endlich in der Südsee angekommen zu sein, verstärkt sich mehr und mehr.

Auch der nächste Tag gehört ganz dem Wasser. Wir schlafen so lange, wie die Sonne oder irgendein Hahn uns lassen. Es ist echt schön, einfach gemütlich in den Tag zu starten. Mein Hals scheint sich dank einer Ibuprofen mitten in der Nacht langsam zu beruhigen 🙏 

Mark bringt mir einen Green Tea Latte ans Bett. Ihr erinnert Euch ans Osulloc? Genau, da haben wir ihn gekauft. Und da wir dank Lawrance Milch haben, ist das jetzt genau das Richtige 😃

Was das Frühstück angeht, sind wir Wiederholungstäter. Im Tiare's, ehemals LBV Bakery & Café, schmeckt es einfach am besten. Zudem gibt es dort leckere Smoothie und Milchshakes sowie einen Dirty Chai Latte 😅 

Diesmal gesellen sich zum Aloo Palak, einer Scheibe Sauerteigbrot mit einer Spinat-Kartoffel-Creme, Egg Benedicts und frischer Hollandaise, zwei süße Teilchen. Backen können die Insulaner 😋

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Nachdem wir das Ganze verdaut haben, schnappen wir uns die Kajaks und paddeln Richtung The Beach Hut zum kleinen Motu Koromiri, eine der 4 vorgelagerten Inseln, die wir vom Ufer aus sehen können.

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Eigentlich ist die Lagune vor Muri wie gemacht fürs Kajakfahren: flach, warm, ohne Motorboote und kaum Strömung. 

Doch irgendwie liegen unsere Kajaks nicht so gut im Wasser. Im Gegenteil, wir haben verhältnismäßig viel Wasser im Kajak 🛶 

Ohne uns zu viel dabei zu denken, gleiten wir durch die Lagune, die nicht ganz so ruhig ist wie die letzten Tage, oder liegt das nur an der Flut? Dennoch ist das Wasser klar, der Sand darunter weiß wie Zucker.

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Wir erreichen das Motu und legen kurz an, um das Wasser auszukippen. Aber kaum sitze ich wieder drin, ist genauso viel Wasser da wie vorher. Irgendwas stimmt nicht. Die Wellen werden mehr und ich merke, wie es mir immer schwerer fällt, die Balance zu halten 🫨 

Viel haben wir zum Glück nicht dabei, doch so langsam mache ich mir etwas Sorgen um mein Handy. Die Tasche und die Hülle sind zwar wasserabweisend und auch die Handys halten mehr Wasser aus als früher, dennoch wächst mein Unbehagen 😬

Wir beschließen die Kajaks zu wechseln. Just in dem Moment, wo ich aussteigen möchte, passiert das Unglück. Ich verliere den Halt und purzel ins Wasser. Resultat: 1x von oben bis unten nass, samt Handy 😓

Ich fluche, wie ein Rohrspatz. Das nützt natürlich gar nichts. Irgendwie müssen wir zurück. Wir wechseln die Kajaks und jetzt ist es Mark, der fast absäuft. Wir retten uns irgendwie an Land und versuchen, ohne die Korallen zu beschädigen, das Kajak auf den Kopf zu stellen 🫣

Und siehe da, es ist voll mit Wasser. Das kann doch echt nicht war sein. Ist das Ding etwa undicht? Es scheint so. Wir leeren es, so gut es geht, fahren rüber zum Strand und wiederholen die Prozedur mit dem anderen Kajak. 

Wir schaffen es gerade so zurück. Ganz ehrlich, da blieb keine Zeit, die Tour zu genießen oder einen Moment zu verweilen, als ein Adlerrochen meinen Weg kreuzt. Wir sind lediglich damit beschäftigt, ohne weitere Unfälle zurückzukehren, um endlich mein Handy trocknen zu können 😕

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Ja, Ihr lest dennoch richtig. Adlerrochen tauchen auch in den flachen Gewässern der Lagune auf, insbesondere wenn sie auf Nahrungssuche sind. Dann graben sie mit ihrem sensiblen Rüssel im Sandboden nach Muscheln 🐚 , Krabben 🦀 und anderen Weichtieren wie zum Beispiel Garnelen 🦐

Puuh … was für eine Tortour! Wie es scheint, haben wir dazu wirklich großes Glück oder einen Schutzengel. Mein Handy jedenfalls lebt noch 🍀 Ich will mir gar nicht ausmalen, was wäre wenn. Schließlich haben wir nur darüber uneingeschränkten Zugriff auf unsere Konten etc.

Zurück in unserer Unterkunft springe ich erstmal unter die Dusche und dann in warme Klamotten. Auch wenn Ihr es nicht glauben könnt, ja, ich ziehe sogar ein dünnes Jäckchen über 🤫

Auf den Schreck gibt es noch einen Wodka und dann verbringen wir den restlichen Nachmittag am Pool, wo sonst? Ich redigiere den Blogbeitrag von Mark und kümmere mich um den für Papeete. Wir wollen Euch doch so schnell wie möglich an unseren Erlebnissen von Bora Bora teilhaben lassen 🥰

Da wieder Night Market ist, statten wir diesem einen Besuch ab. Es ist wesentlich weniger los als am Sonntag - nicht nur hinsichtlich der Besucher, auch Stände sind es weniger. Macht nichts. Wir holen uns eine Portion „Surf and Reef“, gegrilltes Lammfleisch mit Garnelen 🦐 und einem Würstchen auf Reis.

Die Menge ist ausreichend, schließlich wollen wir noch die Churros probieren. Gute Wahl! Der frisch gebackene, mit einer Vanillecreme gefüllte Churro ist getoppt mit einer Masse aus Passionfrucht und Cheesecake. Er ist echt ein Hit, aber ganz schön mächtig 😋

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Darauf noch ein Wodka und dann ab ins Bett. Das war kein ereignisreicher Tag, sondern einer, der etwas an den Nerven gezerrt hat.