Auf den Strecken nach Cardwell und Mission Beach erwarten uns meterhohe Wasserfälle, erfrischende Naturpools und ganz viel Natur.

Da sind wir extra früh gestartet und dann das: Radfahrer auf dem Bruce Highway und zwar nicht vereinzelte, sondern immer so 18 bis 20 Stück zwischen 2 Autos. Das scheint eine ganze Tour zu sein, denn wir zählen 9 Gruppen - alle gut ausgestattet 🚴 Wo wollen die hin?

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Bei Frosty Mango, unserem ersten Stopp, sind wir schlauer. Es handelt sich um den Townsville to Cairns Bike Ride - 25 Jahre Radfahren für krebskranke Kinder. Für diese gute Sache nehmen wir uns doch gern etwas Zeit. Zumal sie gar nicht so langsam unterwegs sind. 30 bis 40 Kilometer pro Stunde radeln sie 😲

Die Radfahrer stärken sich bei ihrem Sponsor Frosty Mango und wir tun es ihnen gleich. Wir teilen uns Crêpes mit Mangoeis, Mangosauce und Sahne sowie einen Trifle, ein geschichtetes Desserts aus Kuchen, Pudding, Mangogelee und frischen Mangostücken 🥭

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Da Mangos keine Saison haben, kaufen wir eine frische Ananas und hoffentlich süße Grapefruit, oder ist es eine Pomelo? 

Eigentlich wollten wir ja zum Little Crystal Creek und zu den Jourama Falls. Leider sind beide derzeit gesperrt. Da haben die Überschwemmungen im Frühjahr wohl heftigere Schäden verursacht 😱 

Schade, aber es ist, wie es ist. So bleibt uns mehr Zeit für die Wallaman Falls. Und die können wir gut gebrauchen, denn allein die Straße dorthin ist etwas anspruchsvoll. Sie ist kurvig und teils recht eng, dafür mittlerweile asphaltiert 😬

Ach ja, Kühe gibt es in der Gegend auch. Getreu dem Motto: Da steht ein Pferd auf dem Flur, ach nein, eine Kuh auf der Straße und wenn sie kein Bock zum Laufen hat, legt sie sich einfach auf die Fahrbahn und denkt sich: „Da kommt ein Auto … Mir doch egal!“ 🐄 

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Die Wallaman Falls sind die einzigartige Naturgewalt. 269 Meter stürzt Australiens höchster Wasserfall senkrecht in die Tiefe. Vom Parkplatz sind es keine 200 Meter bis zum Aussichtspunkt. Doch um die Wucht der Wassermassen noch besser zu erleben, wandern wir zum Djinda Lookout, rund 250 Höhenmeter abwärts 🥾

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Manchmal ist der Weg einfach das Ziel und dieser lohnt sich. Der gut 1,2 Kilometer lange Djinga Walk läuft sich gut - zumindest mit festem Schuhwerk. Die Vegetation, der Regenwald, die Farne und bemoosten Steine sind einfach sehenswert 🙃🙂

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Mit der Zeit wird das Tosen des Wasser lauter. Wir nähern uns dem Ziel. Irgendwann bricht die Sonne durch die Wolken und verzaubert uns mit einen wunderschönen Regenbogen 🌈

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Das ist übrigens Mark‘s Job abends: Aus den von mir gemachten Fotos - das sind natürlich ganz, ganz wenige 😂 - die besten für den Blog herauszusuchen.

Zurück sind wir schneller, obwohl es stets bergauf geht, aber klar, die besten Fotos sind bereits im Kasten. Wenn da nicht diese hohe Luftfeuchtigkeit wäre, wäre das alles easy, oder wie Anna sagen würde: „Easy peasy, lemon squezzy!“ Ob sie den Song dazu auch kennt? Wer Lust auf einen Ohrwurm hat, hört einfach mal rein: https://youtu.be/sMsf8rPCSaI 🤣

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Zurück am Parkplatz frühstücken wir erstmal. Ich weiß, Einige von Euch würden es aufgrund der Uhrzeit eher Lunch nennen. Bevor wir starten, geht  Mark noch auf Jagd nach Schmetterlingen. Den Morpho erwischt er nicht, dafür aber andere schöne Exemplare 🦋

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Gegen Nachmittag erreichen wir Cardwell. Allerdings nicht ohne am Panjoo Lookout noch einen Blick auf den Girringun National Park und Hinchinbrook Island geworfen zu haben. Die größte Nationalparkinsel Australiens scheint zum Greifen nah. Dennoch ist sie unbewohnt, urzeitlich und geheimnisvoll. Die Geschichten der Biyaygiri und der Girramay People sind eng mit ihr verwoben 😇

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Mark möchte gerne noch baden. Deswegen lassen wir unsere Unterkunft erst einmal links liegen und fahren direkt zum Attie Creek. Das Wasser scheint erfrischend. Mein großer Zeh sagt mir, zum Füße abkühlen okay, für mehr braucht es noch etwas mehr Sonne 😉

In Flipflops laufen wir noch zu den Attie Creek Falls hoch. Der kurze, moderat ansteigende Pfad von hin und zurück 1,2 Kilometern führt zu einem schmalen Wasserfall, der in ein klares, von Felsen eingerahmtes Becken fällt. Die Szenerie wirkt fast zu perfekt, um natürlich zu sein und dennoch ist es der ideale Platz zum Baden, insbesondere am späten Nachmittag, wo kein weiterer Mensch da ist 😊

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Kurz bevor die Sonne untergeht, checken wir im Nightcap at Marine Hotel Cardwell ein. Ein ebenso nüchternes Motel, wie das in Townsville. Kein Ort, um lange zu verweilen. Wir essen Fish & Chips sowie Salt & Pepper Squid bei Terry and Mamiko's - super einfach, aber lecker 😋 Wer Lust hat, es selbst auszuprobieren, hier das Rezept für eine wirklich knusprige Panade. https://www.recipetineats.com/crispy-salt-pepper-squid/

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Wir schauen noch einen Film, der bei mir, warum auch immer, sämtliche Emotionen freisetzt. Ich bin einfach überwältigt, dass mit Mark zusammen erleben zu können - 6 Monate, 24/7. Ich wünsche jedem von Herzen, diesen einen Lieblingsmenschen ❤️  

Oh weia, wir haben bis 7:45 Uhr geschlafen. Stellt euch das mal vor. Da ist ja der halbe Tag vorbei 😅 Kleiner Scherz … Es ist schon echt lustig, wie auch im Urlaub Gewohnheiten entstehen. Wir sind wirklich ein eingespieltes Team. Während ich die Fressalien zusammenpacke, verstaut Mark unsere Rucksäcke und das ganze Drumherum im Auto.

Wir holen noch Kaffee & Kuchen bei Terry and Mamiko's. Schließlich werben sie für Kaffee von Skybury, eine der ältesten und international renommierteste Kaffeefarmen Australiens 🇦🇺 

Sie liegt circa 10 km von Mareeba entfernt und produziert ausschließlich Arabica. Die vulkanischen Böden, das tropische Klima und die Höhenlage von 500 bis 600 Metern sorgen für einen besonders milden Kaffee mit süßlich-schokoladigen Aromen ☕️ 

Bevor wir uns auf den Weg nach Mission Beach machen, statten wir dem Cardwell Spa Pool einen Besuch ab. Baden ist allerdings verboten, weil sich aufgrund des stehenden Wassers irgendwelche Mikroorganismen 🦠 angesiedelt haben. Dennoch ist er eine Augenweide, denn er leuchtet Türkis, ganz ähnlich der Río Celeste in Costa Rica 🇨🇷

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Und da sind sie wieder: die Radfahrer, Gruppe 6 von 9. Vor ihnen liegen 170 Kilometer, die längste Etappe der Tour von Townsville nach Cairns und es regnet 🌧️ Respekt! Da hätten wir ja so gar keine Lust drauf.

Wir verlassen die A1 und biegen zu den Murray Falls ab. Sie liegen mitten im Girramay Nationalpark - genau wie der Campingplatz. Der wäre sicherlich auch in die engere Auswahl gekommen, absolute Ruhe, mitten in der Natur.

Am Ende gibt es einen kleinen Parkplatz und von dort führt ein kurzer Boardwalk, oder wie wir sagen würden: FlipFlop Weg, direkt zum Wasserfall. Auch dieser ist wunderschön. Das Wasser stürzt breit über moosige Felsen und nebelt die Farne am Ufer ein. Endlich kommt das Stativ zum Einsatz 🙃🙂

Wir hatten eigentlich vor, den knappen Kilometer hinauf zur Quelle zu wandern und den Blick übers Tal und den Fluss schweifen zu lassen. Doch da das Wetter nicht ganz stabil ist und wir nicht nass werden wollen, lassen wir das. Der Blick war auch so perfekt 👌

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Langsam meldet sich der Hunger. Wir machen einen Abstecher über Tully zum Bingil Bay Café. Es ist mit sehr viel Liebe zum Detail eingerichtet. Wir entscheiden uns für das Sofa auf der hölzernen Veranda. 

Der tropische Garten wirkt auch einladend, aber wenn die Sonne scheint, dann mit Kraft. Da ist Schatten willkommen, um bei einem Ananas Smoothie mit Ingwer und Limette und einem Kombucha aufs Essen zu warten🍹 

In Australien gibt es die Regel, dass Cafés und Restaurants an Public Holidays einfach mal 15 Prozent auf die Preise aufschlagen. Und tatsächlich ist heute so ein Tag: Tully Show Day 🤔

Kannste machen nichts. Wir nehmen das Curry mit Kichererbsen, Kürbis und Spinat sowie Mad Baker‘s Sauerteigbrot mit geröstetem Knoblauch und, da das Portersteak ausverkauft ist, Mary‘s Homemade Pasta: gefüllte Ravioli mit Ricotta und Trüffel, dazu cremige Soße mit Champignons, Spinat und Schinken und Parmesan. Wow 😲 ist das gut!

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Die Region Tully sieht so ganz anders aus, als die Landschaft bisher. Zu den blühenden Zuckerrohrfeldern gesellen sich saftige Wiesen und Weiden mit Kühen, Bananenplantagen sowie dichte Regenwälder. Letzteres ist der perfekte Rückzugsort für eines der geheimnisvollsten Tiere Australiens: dem Kasuar.

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Er wird bis zu 1,80 Meter groß, wiegt gute 70 Kilogramm, hat einen leuchtend blauen Kopf mit einen hornartigen Helm - zumindest die Männchen - und wirkt wie aus einer anderen Zeit. Und tatsächlich streiften seine Vorfahren schon zu Dinosaurierzeiten durch tropische Wälder der Region 🌳

Diverse Verkehrsschilder mit der Aufschrift „Achtung Kasuar“ weisen auf die Gefahr einer Begegnung hin. Das ist kein Gag, sondern eine ernste Mahnung. Insbesondere in der Dämmerung queren die Tiere häufig die Straße. Automatisch fahren auch wir langsamer - aus Respekt und Ehrfurcht 😊

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Unsere eigene Suche beginnt im Djiru-Nationalpark auf dem Licuala Rainforest Circuit. Für den kurzen, schattigen Rundweg von 1,2 Kilometern brauchen wir knapp 30 Minuten. Er führt durch ein dichtes Palmendach und über weichen Waldboden.

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Wir hören kaum einen Laut außer Vogelrufen. Vermutlich sind wir zu früh. Kasuare sind nacht- und dämmerungsaktiv, scheu und leben zurückgezogen. Die besten Hinweise auf ihre Anwesenheit: zerquetschte Früchte, Kot mit Samen und Fußabdrücke im Matsch 🙄

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Mission Beach gehört wieder zu den Orten, die zum Relaxen einladen: 14 Kilometer Sandstrand gesäumt von Mangroven und Regenwald, ein paar Häuser hier, einem Café und Restaurant dort.

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Der Boden scheint fruchtbar, immer wieder bieten Bauern ihr frisches Obst und Gemüse in sogenannten Fruit Stalls an. Wir kaufen frische Papaya, einen Kürbis und besonders süße Bananen 🍌

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Nach den beiden eher einfachen Unterkünften in Townsville und Cardwell, könnten wir im Mission Beach Reef Resort  durchaus länger bleiben. Mark überlegt, ob er schnell mal in den Pool springt, entscheidet sich dann aber doch für einen Drink mit mir auf der Terrasse 😃

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Mission Beach ist einer der wenigen Orte, an denen Kasuare regelmäßig im Ort oder sogar am Strand auftauchen. Grund genug für uns, es nochmals am Kennedy Walking Track zu versuchen 🙏

Wir laufen nur den ersten Abschnitt bis kurz hinter den Lovers Beach. Hin und zurück sind es gerade mal 1,5 Kilometer. Wir sehen keinen Kasuar, dafür genießen wir den Blick aufs Wasser und die vorgelagerten Inseln, die Palmen und die Sandbucht zu Beginn der Dämmerung sowie die Ruhe - einfach wunderschön ☀️

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The Chippy No. 1 wäre unsere Wahl für Take Away. Da wir aber nicht schon wieder Lust auf Fish & Chips oder einen Burger haben, zaubere ich uns ein leckeres Avocado-Schinken-Sandwich und einen bunten Salat aus Tomaten, Mozzarella und Avocado. Dazu gibt es frisches Obst 😋

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Wir machen noch den Blogbeitrag für Magnetic Island fertig und dann geht’s schnell ins Bett. In Babinda wird es sportlich 🤗