Airlie Beach ist das Tor zu den Whitsundays. 2 von 74 Inseln erkunden wir im Rahmen einer Tour mit dem Boot.
Nach den ruhigen Morgenstunden mit Wallabys am Strand von Cape Hillsborough sind wir rund 130 Kilometer später in Airlie Beach. Die Fahrt führte erneut entlang endloser Wälder und Zuckerrohrfelder - manche blühen sogar noch.
Erst dachten wir ja, nur in Bundaberg gibt eine Zuckerrohrfabrik und Destillerie. Da haben wir uns aber getäuscht. Entlang der Strecke von Agnes Water nach Airlie Beach gibt es zahlreiche Zuckerrohrfabriken und auch vereinzelte Destillerien, die das regionale Zuckerrohr zum Beispiel zu Ethanol weiterverarbeiten⛽️
Airlie Beach ist ganz anders, als all die Orte bisher. Es ist trubelig. Überall werden Touren zu den Whitsundays angeboten - ein richtiger Touri Hotspot. Wir haben unsere Tour wieder online bei Ausventure Travel gebucht. Ob wir damit besser gefahren sind, keine Ahnung 🫣
Wir drehen eine Runde vorbei an der Lagune, einem Outdoor Schwimmbad, und über den Whitsunday Market. Dort probieren wir frisch zubereitete, glutenfreie Donuts und selbst gemachtes Mango-Sorbet - beides sehr lecker 😋
Ein Dirty Chai Latte, frisches Sushi und der übrig gebliebene Pie runden unser Frühstück ab. Eine wilde Kombination? Ja, definitiv 🤣
Beim Coles decken wir uns für die nächsten Tage mit Gemüse und Dips ein, denn zwei Abende werden wir definitiv grillen. Das Fleisch holen wir beim Fleischer nebenan: 2x Lamm und 2x Rind 🥩 Mark lachen noch die mit Curry gewürzten Lammwürste an. Gut, nehmen wir die auch noch und schauen mal, wenn wir noch einladen 😉
Wein und eine Flasche Gin dürfen auch nicht fehlen, zumal der BWS gerade gute Angebote hat. Da lohnt es sich wirklich immer zu schauen, denn die Alkoholsteuer ist immens in Australien 🇦🇺
Unsere Unterkunft, das Airlie Beach Eco Cabin, liegt etwas außerhalb, total ruhig mitten im Grünen. Das Tiny House namens Possum hat eine eigene Küche mit BBQ, und eine Waschmaschine. Es ist absolut idyllisch, genau der richtige Ort, um sich auf das bevorstehende Inselabenteuer zu freuen 😎
Wir genießen die Stille, die ab und an von einem aufgescheuchten Buschhuhn oder aufgeregten Kakadus unterbrochen wird. Wir waschen das erste Mal Wäsche und das war es dann auch an Aktivitäten. Wir setzen uns mit einem Gin Tonic auf die Terrasse und tun nichts 😊
Am späten Nachmittag wird’s wild. Kerry, unsere Gastgeberin, kommt mit frischem Wasser und Futter für die Vögel vorbei. Kurze Zeit später schwirren mehrere Kakadus um unser Häuschen. Witzig, wie sie beim Landen oder wenn sie sich erschrecken immer ihren Kamm aufstellen 🤭
Wie wir schon bemerkt haben, sind die Gelbhaubenkakadus sehr laut und verspielt. Sie leben in größeren Gruppen zusammen und sind zudem sehr intelligent. Sie können sogar Mülltonnen öffnen, um an Futter zu kommen.
Mark streift mit der Kamera und dem Teleobjektiv bewaffnet um die Futterstelle herum. Ich telefoniere derweil mit meinem Papa. WhatsApp macht’s möglich - morgens um 7:30 Uhr in Deutschland 🇩🇪, nachmittags um 15:30 Uhr in Australien 🇦🇺
Wow 😲 tut das gut! Einfach mal Füße hoch und ausspannen. Zeit, das Erlebte zu verarbeiten. In solchen Momenten sind wir froh, alles mehr oder minder vorgeplant zu haben. Denn wenn nicht, würden wir uns vermutlich genau jetzt damit beschäftigen … müssen.
Habt Ihr schon mal im Stockdunkeln mit Stirnlampe gegrillt? Genau das ist jetzt Marks Job 🤣 Ich kümmere mich derweil ums Gemüse: Champignons 🍄🟫, Zwiebel 🧅, Brokkoli 🥦 und Pak Choi 🥬 Was für ein toller Abend. Jetzt noch ein Possum oder Wallaby und wir schlafen selig ein.

Wieder klingelt der Wecker. Um 7:15 Uhr startet unsere Tour mit Ausventure Travel beziehungsweise Cruise Whitsundays raus aufs Meer. Die Whitsundays, eine Inselgruppe aus 74 Inseln, befinden sich mitten im Great Barrier Reef befindet. Nur 8 sind bewohnt, der Rest gehört zum streng geschützten Nationalpark - unberührt, wild und wunderschön 🥰




Schon die Fahrt durch die sogenannte Whitsunday Passage zeigt, warum diese Region zu den spektakulärsten Australiens zählt: türkisfarbenes Wasser und sattgrüne Inseln, wie zum Beispiel Daydream, wo wir weitere Gäste aufnehmen 🙃🙂




Und zu unserem Glück sehen wir auch wieder ein Wal 🐋 Wow, der hat mal richtig Spaß. Mehrmals zeigt er sich in fast voller Größe - wie beeindruckend. Wir haben es leider nicht rechtzeitig geschafft, das Objektiv zu wechseln. Daher ist das Foto nicht perfekt, aber für einen Eindruck reicht es 😇


Wir umrunden Hamilton Island und erreichen fast 2 Stunden später den schönsten Strand Australiens: den Whitehaven Beach.






Der 7 Kilometer lange, strahlend weiße Sandstrand auf Whitsunday Island ist weltberühmt. Er gehört zu den Top 10 der Welt. Der Quarzsand, der wie am Lake McKenzie ausschließlich aus Siliziumdioxid besteht, ist so fein, dass er unter den Füßen quietscht 🥰




Da die Wolken in Richtung Insel ziehen und wir nur 2 Stunden Zeit haben, folgen wir erstmal dem schmalen Pfad durchs Buschland und schauen uns den Strand vom südlichen Aussichtspunkt an. Fast beeindruckender ist der Blick auf die Bucht auf der anderen Seite der Insel - übrigens die Größte der Whitsundays 😎








Zurück nehmen wir den Weg über den Solway Lookout. Was für eine faszinierende Flora. Wenn ich mich nicht irre, haben wir dieselbe Pflanze im Badezimmer stehen, nur in sehr viel kleiner 😂




Wir werfen einen weiteren Blick auf die Insel, bevor wir noch ein wenig den Strand genießen. Wir spazieren barfuß entlang der Wasserlinie, waten durchs seichte Meer und halten diesen wundervollen Moment in Bildern fest ☺️




Bis Hill Inlet wären es gute 8 Kilometer. Das schaffen wir leider nicht. Drücken wir die Daumen, dass das Wetter hält und wir das einmalige Farbenspiel aus Sand und Wasser am Dienstag beim Rundflug sehen 🙏
Den Nachmittag verbringen wir auf Hamilton Island. Autos gibt es hier nicht, dafür flitzen Golf Buggys über die Straßen ⛳️ Zudem hat die Größte der bewohnten Insel einen eigenen Flughafen, wo nicht nur Cessnas starten, sondern auch Virgin Australia und Quantas 🛩️
Der Magen knurrt, wir suchen die Marina Tavern auf. Sie erinnert ein wenig an die Locations in Rainbow Beach. Der einzige, aber feine Unterschied: die Yachten, die im Wasser glitzern. Dafür ist Pasta überraschend gut 👍


In der Nähe der kleinen Boutiquen treffen wir 2 unserer Mitreisenden von K‘gari wieder. Sie relaxen 3 Nächte auf Hamilton Island - sicherlich nicht die schlechteste Idee 💡
Wir erkunden die Insel. Da der kostenlose Bus gerade weg ist, laufen wir eben die 20 Minuten zum One Hill Tree. Sind ja nur knapp 100 Höhenmeter 🫠


Haben wir eigentlich schon übers Wetter gesprochen? Tropische 25 Grad mit Sonne-Wolken-Mix, da kommen wir doch etwas ins Schwitzen 😅 Deswegen auch nur dieser Aussichtspunkt und nicht noch rüber zum Passage Peak, mit 235 Meter der höchste Punkt der Insel.
Mit dem Bus geht’s dann zurück zum Catseye Beach, dem mit Palmen gesäumten Hauptstrand, wo wir theoretisch schwimmen, schnorcheln oder auch ein SUP oder Kajak ausleihen könnten. Doch noch ist Ebbe, da springt Mark lieber schnell in den Pool 😜





Um 17 Uhr geht’s auf direktem Weg zurück nach Airlie Beach und wir genießen unseren 2. Sonnenuntergang vom Meer aus. Nur diesmal versinkt die Sonne nicht im Meer, sondern hinter den Inselketten 🤗

Erinnert Ihr Euch? Ich schulde Mark noch ein würdiges Geburtstagsdinner. Im Whisper Restaurant and Gin Bar lassen wir den Tag kulinarisch ausklingen. Es gibt einen ausgezeichneten Barramundi, der sich dank seiner großen Gräten super filetieren lässt. Der Sud ist ein Gedicht, leicht asiatisch mit Chili und Ingwer 👌
Dazu bestellen wir eine Portion Pommes mit Trüffel, die locker für zwei reicht und mit reichlich Parmesan, frischem Trüffel und Öl verfeinert ist. Das Beeindruckendste ist aber tatsächlich die Auswahl an lokalen und internationalen Gins 😲 Wir probieren jeweils einen aus der Region. Mark muss ja noch fahren.



Morgen ist Montag, ein Tag, den ich gerne mag. Wir schlafen mal wieder aus oder besser gesagt, wir probieren es. Wir haben nämlich so gar nichts vor, außer frühstücken im Fat Frog Café.
Dabei fällt uns auf, dass sich die Preise kaum unterscheiden. Morgen liegen die Gerichte um die 20 bis 25 AUD, abends geben wir um die 30 bis 35 AUD aus 💰
Kurz kommt der Gedanke auf, später hier zu grillen, an einem der öffentlich BBQs mit Blick aufs Meer und Sonnenuntergang. Schauen wir mal, wie uns nachher ist 👀
Wir schlendern noch ein wenig entlang der Coral Sea Marina und überlegen, welche Yacht gut zu uns passen würde. Da Mark nicht ganz seefest ist, fallen die Kleineren für 3 bis 4 Millionen schon mal weg 😱
Die Ubiquitous täte uns gefallen. Sie hat Platz für bis zu 10 Personen und eine 7-köpfige Crew. Wir hätten Euch gerne eingeladen, but sorry no sorry, sie ist leider nicht verkäuflich 😉
Das Frühstück war gut, doch ein kleines Hüngerchen ist geblieben. Da passen noch wunderbar ein Carrot Cake, ein Pineapple Meringue Cake im Glas sowie ein Cappuccino im The Sweet Spot 🧁




Und mehr gibt es nicht zu erzählen. Wir sind zurück in unsere Unterkunft und verbringen den Nachmittag wieder mehr oder weniger mit nichts tun. Okay, wir sortieren ein wenig Fotos, ich schreibe Blog und ganz wichtig: Wir sitzen nicht auf der Terrasse, sondern genießen einen Gin Mule auf der Lounge 🤣
Auch die Idee am Meer zu grillen, haben wir verworfen. Es ist viel zu schön hier - zwischen den Buschhühnern, den Kakadus und zum Essen schaut doch glatt noch ein Wallaby vorbei.
Wusstet Ihr, dass Buschhühner riesige Nester aus Laub bauen, um ihre Eier dort abzulegen? 🤔 Sie prüfen die Temperatur mit ihrem Schnabel und sollte diese nicht passen, graben sie den Haufen einfach um.
Später müssen wir auch noch packen, denn morgen geht’s weiter nach Townsville. Doch nicht ohne Airlie Beach, die Whitsundays, den Whiteheaven Beach und Hill Inlet sowie das Great Barrier Reef und insbesondere das Heart Reef von oben gesehen zu haben 🙃🙂